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E-Rechnungspflicht 2027/2028: Fristen und Checkliste für kleine Betriebe

Die E-Rechnungspflicht in Deutschland kommt in Stufen — und viele kleine Betriebe unterschätzen, dass die erste Stufe längst gilt. Hier alle Fristen im Überblick und was Sie konkret tun müssen.

Alle Fristen auf einen Blick

Ab wannWerWas gilt
1.1.2025alle Unternehmen, auch Kleinunternehmer E-Rechnungen empfangen, lesen und GoBD-konform aufbewahren
bis 31.12.2026alle Übergangszeit: Papier und PDF weiter erlaubt, wenn der Empfänger zustimmt
1.1.2027Unternehmen > 800.000 € Vorjahresumsatz E-Rechnungen im B2B auch ausstellen
1.1.2028praktisch alle Unternehmen Ausstellungspflicht unabhängig vom Umsatz

Dauerhaft ausgenommen vom Ausstellen sind Kleinunternehmer nach § 19 UStG — ausdrücklich geregelt in § 34a UStDV seit dem Jahressteuergesetz 2024 —, dazu Kleinbetragsrechnungen bis 250 € und Fahrausweise. Empfangen können müssen aber auch sie.

Was überhaupt als E-Rechnung zählt

Der Begriff wird im Alltag falsch verwendet. Eine E-Rechnung im Sinne des Gesetzes ist ein strukturierter Datensatz nach der Norm EN 16931. In Deutschland sind das praktisch zwei Formate:

Ein gewöhnliches PDF ist keine E-Rechnung — egal wie professionell es aussieht und ob es per Mail kam.

Welche Umsätze betroffen sind

Die Pflicht gilt für Leistungen zwischen inländischen Unternehmen. Außen vor bleiben Rechnungen an Privatkunden, Rechnungen ins Ausland, Kleinbetragsrechnungen bis 250 €, Fahrausweise und bestimmte steuerfreie Umsätze nach § 4 Nr. 8 bis 29 UStG.

Was viele falsch verstehen

Die 3-Punkte-Checkliste für kleine Betriebe

  1. Empfang sicherstellen: Ein E-Mail-Postfach genügt als Kanal. Prüfen Sie, ob Rechnungen zentral ankommen oder über mehrere Adressen verstreut sind.
  2. Lesbar machen: Für den schnellen Blick reicht unser kostenloser XRechnung-Viewer — XML-Datei reinziehen, fertig.
  3. Archivierung lösen: acht Jahre revisionssicher. Entweder über Buchhaltungssoftware (12–25 €/Monat) — oder, wenn Ihr Steuerberater die Buchhaltung macht, über ein spezialisiertes E-Rechnungs-Postfach für 6,90 €/Monat: Weiterleitung einrichten, alles Weitere läuft automatisch.
Unser Tipp: Erledigen Sie Punkt 3 jetzt, nicht erst 2027. Die Zahl der XML-Rechnungen in Ihrem Postfach steigt ab sofort jeden Monat — und ein lückenloses Archiv lässt sich rückwirkend nicht mehr herstellen.

Häufige Fragen

Woher weiß ich, ob ich über der 800.000-Euro-Grenze liege?
Maßgeblich ist der Gesamtumsatz des Vorjahres. Für die Stufe 2027 zählt also Ihr Umsatz aus 2026.

Darf ich bis 2028 einfach weiter PDFs verschicken?
In der Übergangszeit ja, aber nur mit Zustimmung des Empfängers. Ab 2028 entfällt diese Möglichkeit im inländischen B2B.

Was ist mit Rechnungen an Behörden?
Dort gilt die E-Rechnungspflicht schon länger, üblicherweise im Format XRechnung.

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Stand: August 2026. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Steuerberatung.